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Die gasproduzierenden Mikroorganismen in Biogasanlagen beziehen ihre Energie aus Polysaccharidketten. Diese Vielfachzucker müssen zunächst von Enzymen gespalten werden, bevor sie verwertet werden können. Im Normalfall ist die Menge der in einer Biogasanlage vorkommenden Enzyme zu gering für einen schnellen Aufschluss besonders rohfaserreicher Strukturen in der Biomasse.

Das aus dem Pilz Trichoderma reesei hergestellte Enzympräparat MethaPlus forciert die Spaltung von Polysacchariden in Mono- und Oligosaccharide. Die verbesserte Verfügbarkeit sorgt für eine schnellere und damit effizientere Verwertung der Rohfaser, die biologische Aktivität in der Biogasanlage steigt an.

In der Folge nimmt die Biogasausbeute deutlich zu. Bei umfangreichen Feldversuchen wurden Steigerungsraten von bis zu 35 Prozent festgestellt.

Die enzymatisch angekurbelte höhere Abbaurate der Biomasse hat auch positive Auswirkungen auf die Prozessführung. Da die strukturreiche Lignocellulose, besser bekannt unter der Bezeichnung Rohfaser oder Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP), entscheidend zur Viskosität des Fermenterinhalts beiträgt, sorgt deren vermehrte Aufspaltung für flüssigeres Substrat – mit dem Nutzen, dass die Rührwerksleistung in den Behältern zurückgefahren werden kann. Weiterhin lösen sich Faserstrukturen, wie Blattgerüste oder Cellulose und Hemicellulose, besser auf. Auch Schwimmschichten, die das Aufsteigen der Gase stören, werden abgebaut, und ihre Neubildung wird unterbunden.

MethaPlus entfaltet seine Wirkung schon beim Einsatz geringer Mengen: Je Tonne Trockenmasse werden täglich lediglich rund 100 Gramm des Enzympräparates in den Fermenter gegeben.

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